Trend/Hotspot oder Institution

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Trend/Hotspot oder Institution

Immer wieder werde ich gefragt welches mein Lieblingslokal in der Stadt Zürich ist. Meine Antwort ist meistens eine Gegen-Frage: Zu welchem Anlass? Ehrlich gesagt, habe ich kein Lieblingslokal in der Stadt, sondern mehrere – je nach Situation und Anlass ist meine Liste der bevorzugten Lokale sehr lang und dann kommt noch immer wieder dazu – wer begleitet mich zum Lunch, an die Bar oder im Ausgang.

 

Die schwierigere Frage lautet jedoch:  Was ist das nächste Trendlokal oder der absolute „must see“-Store in #zurich. Wann und wo gehen die nächsten Lokale auf? Welcher Gastronom landet der nächste Clou – oder gar wieso arbeiten die nicht mehr zusammen und welcher Gastro-Verbindung gehört den jetzt welches Lokal? #peclard#miteinander#mbm#bmg#raumzuerich oder wie sie alle heißen.

 

Was sind Trends? Was muss man gesehen haben? Was gehört wem – alles Fragen, wie es scheint, welche dem Zürcher Konsumenten wichtig sind. Doch eigentlich interessiert dies doch niemand. Ist ein Lokal erst ein Trend-Lokal, wenn man weiss wer in diesem Lokal wirtet? Was ist den überhaupt ein Trendlokal? Ein Lokal mit vielen Hipsters, Sehen oder Gesehen werden, coole Ambiente, teure Cocktails, spezielle Location – oder geht es gar um das Food Angebot. Bei allen Trends gibt’s doch einen Gegen-Trend – also nur noch Trends…

 

Interessiert es den Gast, wem welches Lokal gehört und betreibt? Nein – ich denke definitiv nein, dies interessiert niemand – oder sollte den Gast nicht interessieren und wenn viele Gastronomen das Gefühl haben es sei wichtig… sollen diese doch Ihr Napoleon-Dasein verlängern! Das einzige was immer mehr interessiert ist, ob hinter dem neuen Gastro Lokal schon wieder die Migros steckt oder gar ein „anderer“ Grosser welches alles standardisiert…

 

Wichtig ist es, das wir in der Stadt Zürich junge, freche, mutige und zielstrebige Leute haben die was bewegen wollen und auch können. Das freut uns #Konsumenten umso mehr. Wir gewinnen, können wieder in ein neues Lokal, wieder einen #Gastronomen “zerreissen”, wissen das wir es besser können und wandern bereits zum Nächsten, schreiben fleissig unsere Meinung auf Tripadvisor, basteln mit dem neusten Filter-App das schlecht geschossene Foto zurecht und posten dies auf Insta und bei FB markieren wir noch alle Highlights unserer Woche.

 

Wichtig ist auch, dass neben den mutigen „Chrampfern“ auch die Immobilienbesitzer nicht immer auf die grösste Gewinn-Marge aus sind, langjährigen Mietern einen adäquaten Mietvertrag geben und wir Gäste  nicht nur zu den neusten, hippsten, trendigsten, schrägsten, schmutzigsten und coolsten Läden laufen. Beispiele gibt’s hier viele, daher verzichte ich auf eine Aufzählung und jeder kann sich selbst fragen.

 

Ja und selten ist den #konsumenten bekannt: wir haben in der Stadt Zürich etwa 2‘700 Gastronomie-Lokale – und dies mit etwas mehr als 400‘000 Einwohner. (Als Vergleich: Amsterdam hat etwa gleich viele Lokale und doppelt soviel Einwohner – sagt Wikipedia).

 

Jeden 2. Tag eröffnet ein neues und alle 3 Tage schliesst eins…. Hallo!!!  Nicht die stetig Neuen welche eröffnen sind die wichtigsten – sondern auch – und vor allem –  die Institutionen, die Klassiker, die seit Jahren bekannten und stetig „Chrampfenden“ (Danke René W) sind genauso wichtig und auf diese dürfen und sollten wir genau gleich stolz sein. Auch diese Gastronomen tragen dazu bei, dass Zürich eine #top #hotspot #city in Europa ist. Herzlichen Dank – und ich besuche euch immer wieder sehr gern.

 

In diesem Sinne – geniesst die Gastronomie und vor allem auch die Vielfallt in der Stadt.

 

Bildquelle: zuerich.com

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