SäMoriss. Tavolata. Genusstour.

SäMoriss. Tavolata. Genusstour.

Mitten im Sommer – weg von den heissen Temperaturen. Rauf in die Berge. Seit einer gefühlten Ewigkeit bin ich im Juli 2018 wiedermal im Engadin. In SäMoris (St.Moritz). Im Suvretta House. Vor ewigen Jahren durfte ich als Projektleiter für das Suvretta House arbeiten und nun bin ich endlich als Gast in diesem „alten, grossen Bunker“. Unglaublich. Das „SuvrettaHouse“ ist etwas vom Besten was ich n den vergangenen Jahren als Hotel erleben durfte – eben ein „GrandHotel“.

In diesem Haus stimmt einfach Alles – und mit Alles mein ich auch Alles. Also – wenn ihr mal in der Gegend seit – tut euch dies an, nehmt euch die Zeit und verbringt mindestens eine Nacht in einem der neu renovierten Zimmer (mittlerweile sind alle Zimmer renoviert) am liebsten natürlich mehrere Nächte. Check In, Concierge, Anton’s Bar, das Frühstück am Sonntag (einige Gäste im Jackett!!!), bis hin zum Bademeister – einfach Top. Mann/Frau braucht einfach ein wenig Zeit – und dies ist das edelste was man sich gönnen sollte. Die Zeit im SuvrettaHouse vergeht im Nu.

Neben der grandiosen Aussicht und der perfekten Aussicht, darf man den Executive Chef, welcher schon ein paar Jahre die kulinarische Seite des Hauses steuert nicht vergessen – Fabrizio Zanetti. Wir durften eine kleine Kostprobe von Ihm geniessen am Tavolata am Sonntagnachmittag im Dorf SäMoriss. Ein vietnamesischer Burger (Bao) hat er und sein Team vor Ort zubereitet. Und der Executive Chef persönlich stand hinter dem Tresen und hat die Gäste bekocht. Besten Dank.

In den 2 Tagen wollte ich natürlich viele Restaurants besuchen und hier hat sich einiges getan in SäMorris. Auf unserem kulinarischen Spaziergang haben wir verschiedene Stopps eingebaut und durften ein paar schöne Momente erleben. Der Aperitif in der Anton’s Bar im SuvrettaHouse kostet das Glas Champagner (Bollinger) zwar mehr als 20 CHF – dafür wird es richtig zelebriert und mit hausgemachten Snacks begleitet. Der Start ist geglückt und mit einem leichten Hunger gehts ins Dorf. Der Country Club des Kulms wurde im Jahr 2017 einem Redesign unterzogen und strahlt in prächtiger Frische. Das 2-stöckige Lokal macht Freude – obwohl, wenn ich einfach so an dieses Gebäude gelaufen wäre – wäre ich nicht hinein und falls doch hätte ich was komplett anderes erwartet. Entweder haben Sie die Aussenfassade vergessen zu renovieren oder durften nicht… kaum an der Bar angekommen, wurde uns zuerst ein kleines Häppchen untersagt, nach kurzer Intervention jedoch bekamen wir die Speisekarte. Gemäss Auskunft gibt es an der Bar nichts zu essen (die Küche ist zu klein und stets ausgelastet…) , aber wir haben es trotzdem geschafft und bekamen ein perfektes „hand-cutet“ Beef-Tartar. Und was haben wir ausgelöst – alle Gäste im Barbereich wollten auf einmal was zu essen – also; über die Bücher und eine Snackkarte im Barbereich anbieten – es scheint so als ein Bedürfnis besteht! Einen kurzen Abstecher zu David ins  Hatecke ist Pflicht im Engadin – aber drüber schreiben tu ich nicht – das bekommt ihr ja alle immer in Zürich mit. Für den Zwischengang hat es uns nach „Empfehlungen“ ins Dal Mulin verschlagen.

 

Ein Markbein mit Sauerteigbrot und hausgemachte Ravioli mit Kalbfleischfüllung – ein Traum. Gerne wären wir für das ganze Dinner im Dal Mulin geblieben – vor allem auch wegen der ausgezeichneten Weinkarte – hier waren wir bestimmt nicht das letzte Mal. Der nächste Stopp: Ein Klassiker – kennen alle – gehört zum Badrutts Palace – ist in allen Guides aufgeführt. Das Chesa Veglia. Die Erwartungen waren hoch, die Geschichten sind vielzählig, das Lokal ist klassisch, aber bestechend schön (vor allem aber der Bereich der Pizzeria), der Service genau so alt wie die Räumlichkeiten – sehr diskret, aufmerksam und klassisch. Die Bratwurst an einer Zwiebelsauce und Rösti leider eher unterer Durchschnitt – aber der Hummersalat, zubereitet vom Chef de Service am Tisch ist nicht nur über dem Durchschnitt – sondern Prädikat: Hervorragend (CHF 80). Vieles könnte man jedoch im Lokal mal überdenken: Die aufgebackenen weissen Apero Brötchen, den Kerzenhalter auf dem Tisch, die Preise auf der Weinkarte… dann kommen wir sehr gerne wieder.

Zum Schluss den Abstecher ins QN – SäMorris : Klein, Fein, Laut, Lustig, Rauchig – muss man zu Abschluss machen. Silvano und sein Team haben auch hier in SäMorris ihre Gäste im Griff. Neben den „üblichen“ Getränken an einer Bar hats auch eine schöne & feine Weinkarte und standesgemäss eine kleine Cigarren-Auswahl.

Sonntag spät nachmittags nach einem recihhaltige Frühstück im Suvretta House schlenderten wir durchs Food-Festival Tavolata in Sä Morris bevor wir am Abend das «Gratis»-Konzert von Ludovico Einaudi besuchen durften am Lej da Staz – anlässlich dem Festival da Jazz.

Wir waren bereits am Samstagmittag bei Hans-Jörg und seinem Team im Restorant Lej da Staz zu Gast und durften einen kleinen Lönsch bei Nieselregen im Engadin haben. Was will man dazu sagen: Begrüssung, Location, Ambiente, Design, Karte, Service, Küche – alles «like Hans-Jörg & Anja». Nach einem kurzen – oder auch längerem – Spaziergang ist die Terrasse, wie auch das Restaurant ein idealer Stopp für eine feine Zwischenverpflegung. Gerne wieder – feine Gutzi.

Fazit: Zwar sagen alle das SäMorris vom Glamour eingebüsst hat, jedoch bin ich der Meinung, dass es sich lohnt nach SäMorris zu fahren – nicht nur alle paar Jahre. Und wer weiss, vielleicht bringt ja der «neue» (noch zu wählende) Gemeinderat ein wenig Stimmung nach SäMorris – ich auf alle Fälle würde dies befürworten.

Viele Grüsse aus SäMorris.

 

Bildquellen: QN, Engadin Tourismus, ZVG

 

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