Uns geht es zu Gut!!! Geht es uns Gut???

Uns geht es zu Gut!!! Geht es uns Gut???

3 Momentaufnahmen – oder Situationen – welche ich diese Woche erlebt habe und ich nicht begreifen kann (will), dass dies heute noch teilweise so funktioniert oder so ist. Sorry Gastronom – so geht es aus meiner Sicht nicht und kein Wunder sind immer alle am «Jammern»…

Tischreservation:

Auf meiner Autofahrt nach Hause habe ich um 19h30 (Freitagabend) ein Restaurant angerufen und wollte auf 20h30 einen Tisch zum Nachtessen reservieren – macht man so, denke ich. Kaum mitgeteilt, dass ich in 60-70 Minuten gerne einen Tisch für 2 Personen haben möchte – kam es wie aus der Pistole geschossen: Was? 20h30 – sorry das ist zu spät. Geht nicht. Im Nachhinein kam noch, dass die «anwesenden» Gäste bereits beim Hauptgang sind und Sie nicht sicher ist ob das Restaurant dann noch offen ist – ich soll doch einfach vorbeikommen, vielleicht gibt es noch was. SORRY??? Wie bitte – Hallo Gastronom: Kunde ruft an und will konsumieren. Freitagabend. Logischerweise kenne ich die Umstände oder den Hintergrund dieser Aussage nicht – aber für mich als Konsument geht dies gar nicht und ist nicht zu verstehen – das Gejammer – man verdient zu wenig, wir haben keine Gäste und dann diese Reaktion. Ich würde die Reaktion in gewissen Situationen verstehen (wie zum Beispiel: Ich reservier erst auf 22h) – aber so nicht. Und, ich weiss es nicht, ob die Person (und es war nicht ein/e einfache/r Mitarbeiter/in) weiss, was dies auslöst (zum Beispiel diesen Beitrag – vielleicht liest das sogar jemand). Nebenbei: Zwar habe ich um 20.10h einen Rückruf bekommen – es sind jetzt noch Gäste (Walkin’s) gekommen und wir dürfen jetzt auch kommen… Sorry, ich hab woanders reserviert und sehr gut gegessen.

 

Digitalisierung in der Gastronomie:

Alle sprechen davon, alles wollen dabei sein, die wenigsten verstehen die einfachsten Grund-Aufgaben & – Bedürfnisse welche abgedeckt sein sollten. Nach meinem Telefonat oben, musste/wollte ich ein weiteres/anderes Restaurant anrufen, welches mir im Kollegenkreis empfohlen wurde – ich hab aber die Telefonnummer nicht gekannt: Also ganz einfach (wie dies wahrscheinlich Tausende im Tag machen) – Google hilft – Suchen und gefunden – Website anklicken (bekanntes 4 Sterne Haus in einer noch bekannterer Region) – nein Zimmer will ich keines buchen – Gastrosite gefunden – klick drauf – «OOPS! That Page can’t be Found». Ok dann halt ein anderer Weg – klick auf die Telefonnummer – ou, sorry, don’t work! – kann doch nicht sein. Kein Wunder bleiben bei euch die Gäste weg, wenn die einfachsten Wege mit dem Restaurant in Kommunikation zu kommen nicht funktionieren.

Vergisst bitte eure CRM, DB, Adwords, ERP und Booking Softwares – spart das Geld und schaut das die einfachen Wege funktionieren. Und übrigens: Eine Website ist wie ein Restaurant Eingang – man sollte die tagtäglich kontrollieren, die Tür öffnen, dass auch jemand reinkommen kann.

 

NO Show & Doppelreservationen:

Seit x-Jahren sprechen alle drüber – alle jammern und sagen es geht doch nicht, wie weit ist unsere Gesellschaft. Wenn ich mit Gästen & Kunden spreche sind diese immer sehr überrascht, dass es dies heute gibt und Sie sicherlich dies noch nie gemacht haben – beim Gespräch mit den Gastronomen höre ich immer wieder: Bei uns nicht so ein Problem, eigentlich gar keins.

Wenn es ja niemand macht und in den Restaurants gar nicht vorkommt – dann müssen wir ja gar nicht darüber diskutieren – aber eben. Entweder finden es alle «geil & cool» darüber zu sprechen und haben gar keine Ahnung, oder es kommt halt trotzdem immer wieder vor. Mir (im persönlichen Gespräch) haben schon ein paar Gastronomen gesagt, dass dies definitiv ein Thema ist und es immer wieder vorkommt. Egal ob bei Lokalen ohne «Walk In’s» oder auch in gut ausgebuchten Lokalen, wenn grössere Tische fehlen oder eben: fernbleiben.

Aber meine Frage eigentlich: Wieso macht niemand was dagegen, vor was haben die Gastronomen Angst, wie sieht das rechtlich aus oder gar technisch (Kreditkarten Buchung). So richtig mit dem Thema auseinandergesetzt hat sich noch niemand (den ich kenne) – aber das wär doch effektiv ein USP für ein Reservations-System, dies gleich zu integrieren. Bei jeder Reservation wird die Kreditkarte aufgenommen und pro Gast ein Franken-Betrag xy abgebucht, welcher logischerweise angerechnet wird bei der Konsumation. Wenn denn der Gastronom auch seine Telefon-Reservationen mit dem System erfasst, sind alle Buchungen perfekt sortiert, übersichtlich und kontrolliert.

Ebenfalls denke ich, wenn dies ein Gastronom in der Stadt Zürich (oder auch in einer anderen Stadt) einführt, dass die Gäste bei Reservation einen Betrag «deponieren» müssen, wird dies auch noch medial begleitet.

Ja klar, als Gastronom hat man das Thema zwar in Angriff genommen, aber richtig geklärt ist es noch nicht, 2 Gäste a 30 CHF… als Deckungsbeitrag – aber der Kopf-Umsatz liegt am Abend halt bei 100 CHF und somit hat man trotzdem keine Freude, die Mis en place wird nicht benötigt und die Mitarbeiter sind auch falsch eingeplant – aber vielleicht hilft dies, das Problem ein wenig zu bekämpfen und wenn der Erste damit beginnt – machen alle mit. Wer ist der Mutige???

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