Meine erste Genusstour

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Meine erste Genusstour

Am 9. Oktober habe ich mich einmal mehr ans Ufer des Vierwaldstättersees begeben und neue Facetten der Stadt Luzern kennengelernt. Während bei früheren Besuchen oftmals das Shopping und den touristischen Part überwog, stand diesmal der Genuss im Fokus.

Passend zum Genussfokus, startet meine erste Tour auf der – mit atemberaubender Aussicht –Terrasse des Seebistro LUZ. Die Geschichte des Gebäudes beginnt 1907 als Billethäuschen. Eine Luzerner Perle, welche 2009 dank 1.4 Millionen Franken wiederauferstand. Heute macht das Seebistro LUZ – einziges Restaurant der Stadt Luzern mit Seeanschluss – über 3‘000‘000 Franken Umsatz (am Journalist wurde gesagt, er sollte diese Zahlen nicht aufschreiben – Journalistin bin ich also nicht). Hier gibt es als Auftakt köstliche Apèro-Häppchen des Hauses und ein Glas Cuvée Blanche aus der Zentralschweiz.

Von der Sonne geküsst führen mich die Häuser der Luzerner Neustadt (oder vielleicht der Guide?) in das Restaurants Zur Werkstatt. Leider reicht die Zeit nicht, um das geniale Konzept des Zur Werkstatt näher kennenlernen (keine Angst Simone, ich komme wieder). Denn ich werde im Restaurant Ampersand erwartet. Da sind sie überzeugt, dass der Grill, welche für die knisternde Atmosphäre verantwortlich ist, so viel mehr kann. So entdecke ich, dass im Restaurant Ampersand in jedem Gericht –vom Apèro bis zum Dessert – mindestens eine grillierte Komponente vorkommt. Kulinarisch verwöhnt werde ich mit grillierter Avocado mit Tomaten, Limetten und Kräuter-Sauerrahm, Suppe vom grillierten Kürbis und Flanksteak vom Angus Rind mit dreierlei hausgemachter Grillsaucen und überbackenen Süsskartoffeln. All diese Köstlichkeiten begleitet von einem Glas Tavola Rosso aus den Reblagen der Villa Bagnolo.

Das dritte Ziel dieser kulinarischen Reise ist das Hotel Restaurant Anker, welches trotz Verbot das erste Unisex-WC anbietet. Natürlich könnte ich jetzt eine schöne Geschickte über das à la carte-Angebot oder die Dessertträume schreiben – wäre vielleicht auch angebrachter    – die Wahrheit ist aber, dass ich weder etwas esse noch was trinke. Was mache ich dann? Mich in das Unisex-WC verlieben, und dem Küchenchef zuhören als er uns der «Josper-Grill»-Star erklärt.

Nach diesem kurzen Blick hinter der Küchenkulissen geniesse ich den lauen Herbstabend bei einem Spaziergang vom Hotel Anker über die Kapellbrücke (um den touristischen Part nicht ganz wegzulassen) zum Hopfenkranz. Was mich an diesem Betrieb richtig begeistert ist die Kreativität, die Philosophie und das Engagement des jungen Teams. So beinhaltet die Karte nicht 50 langweilige Gerichte, sondern wenige Gerichte aus lokalen Zutaten von Lieferanten, denen sie vertrauen. Ausgezeichnetes Rindstartar von der Holzenzucht und falsches Spiegelei mit Trüffel wurden mir zusammen mit einem vorzüglichen Hirth Pinot Noir serviert.

Meine Genusstour neigt sich langsam dem Ende zu. Um die bereits eingenommen Kalorien abzustrampeln geht es dem Hügel hinauf zum Hotel Montana. Ich darf an diesem Abend dem Küchenchef des Hauses bei der Zubereitung über die Schultern gucken und nebenan essen. Unglaublich schnell wird mit Töpfen und Pfannen hantiert, und ehe ich mich versehe, darf ich die Gerichte kosten: ein Trüffel-Risotto gefolgt von Kalbsfilletmedaillon auf Fregola Sarda mit Eierschwämmli und Somergemüse. Zu süssem Letzt, zwei Köstlichkeiten im Glas.

Und danach heisst auch schon wieder au revoir Luzern, bis zum nächsten Mal.

 

 

 

 

 

Verfasst von Alexa Nodari, Praktikantin bei t’nt events.

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