The Show Must Go On

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The Show Must Go On

Ein Thema oder kein Thema?  Klar oftmals wird nur darüber gesprochen, dass unser Laden immer voll ist, wir tolle Zahlen schreiben und es ruhig so weiter gehen kann – wenn, dann wird nur über die Mitarbeiter gejammert. Jedoch nicht über die, die bei einem selber im Betrieb arbeiten, sondern über die die man noch braucht. Weitere Fachkräfte, junge Mitarbeiter, solche die mitdenken, auch am Wochenende arbeiten möchten und die „Zimmerstunde“ akzeptieren… aber das ist ein ganz anderes Thema. Über dieses will ich hier gar nicht schreiben.

No Shows. Das ist mein Thema – und wahrscheinlich nicht nur meins, sondern auch von vielen anderen. Im November/Dezember war es wieder mal Top aktuell. Klar. In vielen Restaurants werden frühzeitig Reservationen getätigt, die Plätze sind begehrt – Tage, wenn nicht Wochen vorher kriegt man keine Plätze mehr, wenn man mehr als 2 Personen ist,, muss Glück haben wenn jemand absagt und dann am Abend – kommen 2 Tische nicht – resp. fehlen 8 Gäste. Aus 6 wird 4 aus 10 werden 7 und so weiter.

Je nach Grösse des Restaurants (ich gehe mal von 50 Plätzen aus) ist dies nicht grad verheerend, aber extrem tragisch, ärgerlich und unnötig – einfach schnell ein Anruf, Mail, Nachricht oder wie auch immer und der Missmut, die andere Tischordnung, die optimale Ausnutzung des Restaurants ist erledigt – ganz einfach. Aber eben, aus welchen Gründen auch immer, das funktioniert nicht und leider kommt da wieder mein üblicher Spruch: Der Mensch (in diesem Falle der Gast) muss zum lernen gezwungen werden. Und dies geschieht wahrscheinlich nur über finanzielle Mittel. Die Tierärzte, Zahnärzte und Therapeuten dieser Welt haben dies bereits erreicht – die Hotelier ebenfalls, die Gastronomen leider noch nicht.

Wieso denn nicht? Ich habe in meinem Kollegen, Freunden und Bekannten-Kreis von Gastronomen nachgefragt und erstaunlicherweise habe ich die erste «Gastro» Umfrage erlebt wo innert 48 Stunden 100% der Teilnehmer die Umfrage ausfüllten – Besten Dank.

Ausrechnen was das heisst, kalkulieren, nicht berücksichtigen, einfach nichts sagen und belehren könnte ich nun hier stundenlang und auch die immer geführte Diskussion «was wäre wenn…?» ist in jedem einzelnen Fall ein wenig anders. Aber schlussendlich ist klar, dass alle Restaurants No Shows haben – und zwar locker 1-3 Tische pro Tag (Rechnungsbeispiel: 2 Tische/Tag – 250 Öffnungstage – 40 CHF Konsumationsdurchschnitt = 60’000 CHF). Somit sprechen wir von einer stattlichen Summe von knapp 60 Mio welche nicht ausgegeben werden – nur wenn ich mal 1’000 Restaurants in der Stadt rechne. Klar kann man auch diese Zahl wieder hinterfragen und diese ist sicherlich rein theoretisch – aber ich denke, da nicht nur unbedingt an den Umsatz welcher in den Restaurants nicht ausgegeben wird, sondern an Kosten welche im Vorfeld für die Reservationen ausgegeben wurden; wie Arbeitszeit und Warenkosten. Nicht zu vergessen sind die «Walkin’s welche weggeschickt wurden.

Also eigentlich gibt’s kein Argument dies so stehen zu lassen – aber eben. Es war schon immer so, es ist mühsam, jammern kann jeder -aber was dagegen machen will niemand – wieso? Gemäss meiner Umfrage machen 3 von 4 Gastronomen nichts, weil die anderen auch nichts machen, Sie nicht wissen was Sie machen sollen oder Angst haben, dass die Gäste nicht mehr kommen.

Und nun? Was soll dieser Beitrag, was ist die Lösung, wohin führt der Weg, lassen wir alls so bleiben wie es ist und leben damit. Schneller als wir denken und früher als wir meinen, wird eine Lösung kommen. Ansätze sind hier, technische Möglichkeiten vorhanden, andere Branchen können es auch und wenn die ersten beginnen, folgen die weiteren. Nur wer ist der Erste, wer ist der Mutige – oder besser wer sind die Mutigen. Ich denke die Medien werden es uns berichten – da dieses Thema sicherlich für alle interessant ist und der eine oder andere es auch wieder negativ ausschlachten wird. Für mich klar, mich freuts, wenn die Tische voll sind, die Gastronomen mit Freude ihren Job machen und die Gäste auch einen Tisch reservieren können, wenn Sie möchten und nicht wegen den doofen «no Shows» keinen Platz bekommen. Und klar alle können dazu was beisteuern, nicht nur die Gastronomen auch die Gäste, denn absolutes No Go ist:

In mehreren Restaurants einen Tisch reservieren. Schön- und Schlechtwetter Variante buchen, Nicht Melden bei Krankheit oder gar keine Lust. Kein Anruf wenn man 30 oder mehr Minuten Verspätung hat. Definitiv nicht. Und das simple alte Sprichwort: Wie man in den Wald ruft…

In diesem Sinne – ich freue mich über volle Restaurants & zufriedene Gäste. En Guete…

PS: Fortsetzung folgt!

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2 Kommentar(e)
  • Sacha
    8:14 am - Februar 14, 2019. Antworten

    Sascha Kästle no shows sind ganz klar ein problem für die gastro branche und ich masse mir nicht an das ganze ausmass zu verstehen…

    aber 😀 vielleicht gibt es für dieses problem eine innovativere lösung a là spotify/netflix die in dieselbe lücke in der medienbranche gesprunen sind die sich durch die untätige und „d‘fuuscht im sack“ machende branchen geöffnet hat. wieso zbsp kein system das solche no shows mit rabatt an kurzentschlossene rausposaunt und so

    a) ein teil des verlusts auffängt
    b) vllt neue kundschaft generiert

    ich bin mir sicher wenn die branche dies als chance versteht und sich gescheitere leute als ich an dieses problem setzen viel die besseren ideen rauskommen als meine, die wahrscheinlich schon irgendwo so existiert.

    wenn es die branche nicht macht wird sich das nächste startup über die lücke freuen… 🤷🏻‍♂️

    ich persönlich als kunde, der nie ein no-show auslösen würde, wäre ziemlich verwundert wenn der patron von mir meine kreditkarte als sicherheit fordert nur das ich reservieren darf.

    no-shows sollten als ungelösten marktwunsch angesehen werden so wie das das illegale kopieren von medieninhalten für netflix und spotify war. – via Facebook

  • Genussguide
    8:20 am - Februar 14, 2019. Antworten

    Hallo Sacha – Danke für deinen Beitrag. Für mich kann es nicht der Weg sein, dass der Gastgeber Rabatt geben muss für einen Fehler/Missstand wo er nichts dafür kann. Logisch ist es für mich als Kunde komisch (weil wir es nicht kennen) die KK zu hinterlegen. Aber wenn du einen Arzt Termin nihct wahrnimmst oder gar einen Kosmetik Termin – hinterfragst du dich nicht weil du eine Rechnung bekommst, oder dir der Betrag abgezogen wird. Hier muss die Lösung entstehen – denke ich (meine Meinung). Aber eben, dass ist nicht ganz einfach. Wenn du ein Hotelzimmer reservierst gibst du auch immer deine KK an – wieso nicht bei der Tischreservierung im Restaurant – ist ja heute schon „Gang und Gäb“ daass man die KK bei einer Online Reservierung angeben muss – wieso ein neuer Weg erfinden.

    Aber klar – die „Mass“ wird es uns vorgeben – das Startup mit der besten Kommunikation, mit der breitesten Streuung wird was auf den Markt geben oder eben: Die Gastronomen machen ein gemeinsames Ding. Mit Gruss GenussGuide