48 Stunden Berlin

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48 Stunden Berlin

Die Idee ein Wochenende in Berlin zu verbringen ist einfach genial. Zwei Tage Kulinarik pur in der pulsierenden Hauptstadt Deutschlands. Viel Erleben, Geniessen und neue Erfahrungen sammeln. Das haben wir an einem Wochenende im Februar erlebt – auf einer Genussreise nach Berlin.

Wir – zehn Geniesser aus diversen Ecken der Schweiz – haben uns am Freitag bei der PSM, die Preussische Spirituosen Manufaktur, in Berlin-Wedding getroffen. Die Themen der ersten drei Stunden waren: Riechen und Schmecken. Begleitet vom Destillateur-Meister Gerald. Die Millionen von Gerüchen können wir mit unserem Wortschatz gar nicht beschreiben. Ingwer, Rosenblüten, Gin, Erdbeeren und viele andere Düfte durften wir kennen lernen.

Der Abendliche Genuss-Spaziergang rund um die Torstrasse brachte uns in die Weinbar Rutz zu Nancy Grossmann – der Sommelière der Stunde. Mit verschiedenen deutschen Weinen begleitet von Käse und Trockenfleisch. Der perfekte Start in den Abend. Ein Abstecher in DIE Negroni Bar am Rosenthaler-Platz. Das Dinner am grossen Tisch in der Fleischerei von Bernard Hölzl rundete den Abend vor dem letzten Drink in der Amano Bar an der August-Strasse ab.

 

 

Das Amano Hotel in Berlin-Mitte ist seit einiger Zeit meine Lieblings-Absteige in Berlin. Lage, Preis, Sauberkeit lassen keine Fragen offen. Die Möglichkeit für einen Abstecher in die grossartige Bar und der Panormablick, den man im Sommer auf der Dachterrasse geniessen kann, sind weitere schlagende Argumente für das Hotel Amano. Dass das Konzept erfolgreich ist, zeigt dass dieses Jahr bereits das sechste Hotel der Gruppe eröffnet wird.

Berlin ist so weitläufig, dass wir uns für die XXL eines klassischen Trabis entschieden haben – Sebastian und Peter chauffieren uns zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin bevor wir um 11 Uhr bei Thomas den ersten Stopp machen – in der Sardinen Bar. Die beste und grösste Auswahl an Fischkonserven bilden das Herz dieses einzigartigen Gastronomiekonzeptes im Schöneberger Kiez. Normalerweise haben Fische in Dosen ein tristes Dasein, nicht so bei Thomas Vetter. Thomas erkennt die Vielfalt und das Potential der Dosen-Fische und gibt Ihnen einen frischen Twist. Er ermöglicht uns in seiner Sardinen Bar einen tollen und einmaligen Zugang zu einem neuen Bewusstsein für die Qualität und die Vielfalt dieser Fische.

 

 

Nach dem kulinarischen Einstieg geht die Fahrt mit den Stretch-Trabis weiter Richtung Check-Point-Charlie und an die Rudi-Dutschke-Strasse 26. Eine Adresse, die jeder Geniesser in Berlin kennen sollte. Hier kocht Tim Raue, der leider einmal mehr nicht im Restaurant war. An das gewöhnt man sich aber. Eigentlich ist seine Fine-Dining-Küche mit starkem asiatischem Einschlag der Hauptdarsteller. Und seine grossartigen Service- und Küchencrew hat wie immer alles im Griff. Ein Lunch auf allerhöchstem Niveau mit Signature Dishes wie den Wasabi-Mayo-Kaisergranat, wie auch das Chiu Chow Chuli Wagyu Beef begeistern mich immer wieder, daher kehre ich immer wieder zum Lunch zu Tim Raue zurück. Direkt bei der verglasten Küche ist der Lunch und das Schauspiel der Crews immer wieder ein Erlebnis und ab und zu auch einen Lacher wert.

 

@tim-raue.com

 

Gleich um die Ecke finden Weinfreunde eine weitere tolle Geniesser-Lokalität. Planet Wein lebt frei nach dem Motto: «Für einen guten Wein braucht man keinen Anlass, der Wein ist Anlass genug». Über 500 verschiedene Sorten präsentieren sich in den Regalen und laden ein hier einiges zu degustieren oder mit Freunden einfach zu geniessen. Alle Flaschenweine werden mit einem «Zapfengeld» von nur 5 (!) Euro auch am Tisch serviert. Kleine Köstlichkeiten wie zum Beispiel einer deutschen Käseauswahl vom Toplieferanten Fritz Lloyd Bloomeyer runden das Angebot auch kulinarisch ab.

Meine Neu-Entdeckung in Berlin – hat seine Wurzeln in einer anderen wunderbaren europäischen Stadt, neben Berlin wohl meine Lieblingsstadt: Istanbul. Wer gerne orientalisch essen geht und einen Abend im gehobenen Ambiente geniessen möchte, der ist im türkischen Restaurant Baba Pirzola am Wittenbergplatz vis à vis vom «KaDeWe» genau richtig. Im Baba Pirzola erwartet uns eine Vielzahl von türkischen Spezialitäten aus der Küche in einem perfekten Ambiente, wie es sonst nur in Istanbul findet. Hier wird gelebt, gegessen, gefeiert, gequatscht, getrunken und manchmal auch getanzt. Unzählige Meze, eine Vielzahl von Raki’s, türkischer Wein, Grillspezialitäten und vieles mehr runden den perfekten Abend ab. Für Vegetarier gibt es eine grosse Auswahl an fleischlosen Spezialitäten, die hierzulande kaum bekannt sind, jedoch in der türkischen Küche auf eine lange Tradition zurückblicken. Das Ambiente ist modern. Lange Tafeln oder runde Tische für bis zu sechs Personen bringen Abwechslung in das Raumkonzept. Ein Highlight ist ausserdem die zum Teil verglaste Showküche, hinter der die Gäste den Küchenchefs dabei zusehen können, wie das Fleisch am Grill gegart und zubereitet wird. Das Baba Pirzola überzeugt jedoch nicht nur mit seinem szenigen Innendesign, auch der Service ist sehr aufmerksam und zuvorkommend.

 

 

Neben Bikini, House of Gin, Berliner Zoo und MotelOne ist mittendrin das Roca, ein entspannter Rückzugsort, in dem Sie auf höchstem Niveau modern und mediterran speisen können. Frische Farben und natürliche Materialien bilden einen geschmackvollen Rahmen. Bei schönem Wetter wird die Terrasse zu einem beliebten Treffpunkt, während das lebendige Berliner Stadtleben vorbeizieht. Für mich ein idealer Ort für eine kurze Pause. Jetzt müssen Nico und sein Team einfach noch ein bisschen flinker werden, lächeln, dann werden die Gäste auch noch aufmerksam auf dieses Lokal.

 

So, das waren 48 Stunden Berlin. Das Gaspedal wurde durchgetreten und viele Erlebnisse aufgenommen. Ich freue mich auf das nächste Genuss-Wochenende und wenn jemand eine Truppe zusammen hat – let me know – ich begleite euch gerne.

 

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