Genusstour – wenn Reisen wirklich bildet

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Genusstour – wenn Reisen wirklich bildet

Mit Genusstour.ch unterwegs zu sein, ist gleichzeitig lehrreich und unterhaltsam. Die toll organisierten Trips bringen Gastro-Interessierte an die neusten Locations und mit den Menschen dahinter zusammen.

Als Produzent und demnach auch Verkäufer von Getränken bin ich selbstverständlich an gastronomischen Trends sehr interessiert. Als ich im Herbst 2019 das Angebot sah, mit genusstour.ch nach Hamburg zu reisen – eine meiner ewigen Sehnsuchts-Städte – war ich deshalb schnell entschieden. Von meiner früheren Zusammenarbeit mit Genusstour in Zürich wusste ich: Diese ausgedehnten Spaziergänge durch die Welt der Konsumtrends sind zuverlässig gut organisiert und machen Freude.

 

Wer in der Gastronomie tätig ist, muss grundsätzlich etwas früher aufstehen als andere. Deshalb war es kein Ding, für meine Bildungsreise nach Hamburg einen frühen Flieger zu nehmen – als Lohn der Mühen winkten schliesslich Einsichten in die aktuelle Haupststadt der deutschen Kulinarik. Georg Twerenbold, Gründer von Genusstour.ch, ist ein begabter Netzwerker und Organisator, er führt jeweils die Truppe persönlich von Station zu Station. Man ist grundsätzlich per Bus unterwegs und braucht sich über den Transport keine Sorgen zu machen; kürzere Strecken werden jedoch auch zu Fuss zurückgelegt, damit man die Atmosphäre der Stadt wahrnehmen kann.

 

Ein früher Apéritiv gab Gelegenheit zur Vorstellungsrunde – und rasch stellte sich heraus: Profilierte Gastro-Leute sind hier unterwegs, um ihre Nase in den Wind zu halten. Natürlich wurde auch die Location des Apéros gleich Schauplatz der ersten Einsichten in die Gastrokultur der Zielstadt – in einer Hafenstadt wie Hamburg war das die legendäre Haifisch-Bar. Anschliessend ging es Schlag auf Schlag: Es folgte eine weitere Station mit einem spannenden Konzept, dann war es bereits Zeit für den Lunch im Sushi-Lokal von Fernsehkoch Hennsler. Genusstour bedeutet: Der Chef ist wenn immer möglich im Haus, begrüsst die Runde und führt kurz die Geschichte seines Konzepts aus. Denn ganz klar, von den kreativen Köpfen hinter einer erfolgreichen Gastro-Story lernt man immer am meisten.

Besichtigt werden auf Georg Twerenbolds Genusstouren nicht nur Gastro- sondern auch Retailkonzepte, in denen sich heute bediente Lokale mit einem kulinarischen Angebot zum Einkaufen überschneiden; im Restaurant/Markthalle Hobenköök galt es dann auch gleich, sich mit Mitbringseln für die Leute zuhause einzudecken. Zum Shoppen gibt es aus Zeitgründen jeweils wirklich keine andere Gelegenheit – denn man ist entweder unterwegs und verarbeitet möglichst schnell die neuen Eindrücke, oder man ist am Essen und Trinken oder man hört spannenden Leuten zu, wie sie die Hintergründe ihrer konzeptuellen Gedanken erläutern. Dabei macht man überraschende Bekanntschaften – auf Genusstour in Hamburg kann es gut sein, dass ein vielbeschäftigter Fernsehkoch wie Tim Mälzer sich beim Besuch in der Bullerei für ein halbstündiges Interview zur Verfügung stellt und den Genussreisenden wertvolles Wissen überlässt (während er ein weiteres Mal beweist, dass er ein sympathischer Typ ist, der seinen Erfolg mehr als verdient). Dass die bekannten Küchenchefs und Gastrokonzepter offen und locker sind, hat natürlich damit zu tun, dass sie sich unter ihresgleichen befinden – so fällt gleich mal ein Stressfaktor weg.

 

Für das hochwertige Profil der von Zürich aus startenden Genusstouren ist auch René Widmer zuständig, der in der Branche als einer der bestvernetzten Experten gilt. Der Gastroküchen-Planer aus Rafz interessiert sich mit Leidenschaft Weiterentwicklung der kulinarischen Techniken – wer avantgardistisch kochen möchte, findet die dafür nötigen Geräte bei Widmers Firma Prorest. Deswegen kennt er auch zuverlässig alle ehrgeizigen jungen Köchinnen und Köche. Gemeinsam mit Georg Twerenbold sorgt er dafür, dass die bis etwa 15 Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Genusstouren zuverlässig wertvolle Inputs bekommen; das Spektrum reicht dabei von der Szene-Patisserie im Hipsterquartier bis zum Dreisternelokal im Fünfsternehotel – und natürlich wird stets nicht nur geredet, sondern eben auch genossen, teilweise bis spät in die Nacht. Wer sich selbst, vor allem a  ber auch den ambitionierten Leuten in seinem Betrieb, etwas Gutes tun und sie zusammenbringen möchte, ist mit einer Genusstour genau richtig beraten: Die gemeinsame Zeit unterwegs und an den besten Tischen der jeweils besuchten Stadt bringt auf angenehmste Weise zusammen und sorgt auch für weitere Vernetzung untereinander. Ich werde baldmöglichst wieder an einer Genusstour teilnehmen!

Unsere kurze Info: Seit über 10 Jahren bieten wir im In – und Ausland kulinarische Erlebnisse an. Genusstouren durch Schweizer Städte, Reisen in die Genussmetropolen Europas. Bei uns erhalten Sie exklusive Einblicke hinter die Kulissen der besten Gastronomiebetriebe, wir führen Sie in Weinkeller, die sonst niemand zu Gesicht bekommt. Mit uns lernen Sie die Gastronomie abseits der betretenen Wege kennen und hören spannende Geschichten, die nur ein Insider kennen kann. Auf einer Genusstour trinken sie erlesene Weine, essen auf Empfehlung des Küchenchefs, Gerichte, die nicht auf einer Karte stehen. Und wir führen sie auch mal in ein Hinterzimmer, wo sonst nur Stammgäste oder VIPs dinieren.

Text: HG Hildebrandt Fotos: ZVG & genusstour.ch Special Thanks to: René Widmer

 

 

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